Begleit-Apps

Da vernetzte Fahrzeuge immer mehr zum Standard werden, erwarten Nutzer heute ein vollwertiges „Begleitgerät“ und betrachten es nicht mehr als Luxus. Fahrer wünschen sich einen nahtlosen Übergang zwischen ihren Smartphones und Infotainmentsystemen und suchen nach Möglichkeiten, ihre Fahrumgebung fernzuüberwachen, zu steuern und zu personalisieren.

Mit Automotive OS lassen sich solche nahtlosen Erlebnisse schaffen, indem das Telefon das Infotainmentsystem des Autos durch gemeinsame Daten und optimierte Bedienelemente erweitert.

Funktionen der Begleit-App

Das zugehörige App-Ökosystem konzentriert sich auf vier Säulen, die das Fahrerlebnis produktiver, sicherer und personalisierter gestalten sollen:

  • Vertrauenswürdige Gerätesicherheit: Nutzer können ihr Profil entsperren, indem sie ihr Smartphone in der Nähe halten. Dadurch entfällt die manuelle Eingabe einer PIN oder eines Entsperrmusters bei jedem Fahrzeugstart. Beim Hochfahren des Fahrzeugs in ein geschütztes Nutzerprofil sendet das Smartphone ein „Treuhandtoken“, das den Sperrbildschirm automatisch authentifiziert.
  • Kalendersynchronisierung: Diese Funktion ermöglicht es Fahrern, direkt über die Fahrzeugoberfläche auf ihre persönlichen Kalender zuzugreifen. Die zugehörige App greift auf die Kalenderdatenbank des Smartphones zu und synchronisiert sie mit dem fahrzeuginternen Kalender. Zum Schutz der Privatsphäre wird die Kalenderdatenbank des Fahrzeugs gelöscht, sobald das Smartphone nicht mehr im Fahrzeug ist.
  • Nachrichten von Drittanbietern: Fahrer können während der Fahrt auf Nachrichten von Drittanbietern zugreifen und antworten. Die zugehörige App empfängt Benachrichtigungen auf dem Smartphone und sendet sie an das Fahrzeug. Diese werden als Benachrichtigungen im Sichtfeld angezeigt, und der Fahrer kann freihändig über den Gemini-Assistenten antworten. Bitte beachten Sie, dass die Unterstützung aufgrund technischer Einschränkungen der Smartphones je nach Android- oder iOS-Version variieren kann.
  • Einrichtung per Fernzugriff: Dank der integrierten Google-Einrichtungsfunktion können Nutzer den Einrichtungsprozess starten und ihre Präferenzen konfigurieren, noch bevor sie ins Fahrzeug einsteigen. Sobald sich ein Nutzer im Auto in seinem Google-Konto anmeldet, werden alle per Fernzugriff konfigurierten Einstellungen automatisch synchronisiert.

Gestaltungsleitfaden

Die Designrichtlinien für Begleit-Apps konzentrieren sich darauf, das digitale Leben des Nutzers unaufdringlich und intuitiv ins Auto zu integrieren. Beachten Sie diese Designprinzipien für Begleit-Apps.

1. Für das Laufwerk optimieren

Wenn ein Telefon mit dem Fahrzeug verbunden ist, muss sich die Benutzeroberfläche daran anpassen, ob das Fahrzeug geparkt ist oder in Bewegung ist.

  • Auf einen Blick erfassbare Benachrichtigungen: Meldungen von Drittanbietern sollten als Head-up-Benachrichtigungen angezeigt werden, die wichtige Fahrinformationen nicht verdecken.
  • Sprachgesteuerte Interaktion: Ermutigen Sie die Fahrer, über Gemini auf Nachrichten zu antworten.
  • Minimale Interaktionstiefe: Funktionen wie die Kalendersynchronisierung sollten den Fokus auf die Anzeige unmittelbarer Terminbedürfnisse legen, anstatt auf umfangreiche Informationen.

2. Reibungslose Einrichtung und Einarbeitung

Komplexe Konfigurationsaufgaben sollten vom Auto auf das Smartphone verlagert werden.

  • Fernkonfiguration: Mit der Remote-GAS-Einrichtung können sich Benutzer vor dem Einsteigen ins Auto über ihr Mobilgerät in ihre Konten einloggen und Einstellungen vornehmen.
  • Visuelle Kopplung: Verwenden Sie QR-Codes für die erste Verknüpfung zwischen der mobilen App und dem Headunit, um die Frustration der manuellen Eingabe zu vermeiden.

3. Datenschutz und Vertrauenssignale

Begleit-Apps verarbeiten persönliche Daten wie Nachrichten und Kalender, daher muss das Design klar vermitteln, wie diese Daten geschützt werden.

  • Indikatoren für ephemere Daten: Bei der Kalendersynchronisierung sollte das System erkennen lassen, dass die Daten temporär sind und gelöscht werden, sobald das Telefon nicht mehr vorhanden ist.
  • Passive Authentifizierung: Bei vertrauenswürdigen Gerätefunktionen sollte der Übergang vom Sperrbildschirm zum Benutzerprofil nahtlos erfolgen und die Authentifizierung automatisch über ein Treuhandtoken erfolgen, sobald das Telefon erkannt wird.

4. Plattformübergreifende Konsistenz

Obwohl es zwischen Android und iOS technische Einschränkungen gibt (insbesondere hinsichtlich der Art und Weise, wie die Begleit-App auf Benachrichtigungen reagiert), sollte das mentale Modell des Benutzers konsistent bleiben.

  • Einheitliche UI-Muster: Verwenden Sie die bereitgestellten Referenz-Apps , um sicherzustellen, dass der Einrichtungsablauf, die Schalter und die Berechtigungsanfragen unabhängig vom mobilen Betriebssystem des Benutzers gleich aussehen und sich gleich anfühlen.

Informationen zur Implementierung von Begleit-Apps finden Sie unter Beispielimplementierung einer Begleit-App .